04.07.2009
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Traumpaar Nytra/Bayer glänzt - Stab-Krimi vor WM

Ulm (dpa) - Innerhalb von 120 Sekunden sind Hürdensprinterin Carolin Nytra und Weitspringer Sebastian Bayer zum neuen Traumpaar der deutschen Leichtathletik aufgestiegen.

Meisterpaar
Weitspringer Sebastian Bayer und die Hürdenläuferin Carolin Nyta umarmen sich im Stadion.
© dpa

Bei den nationalen Titelkämpfen in Ulm machte die 24-Jährige in hochklassigen 12,78 Sekunden den Meister-Hattrick perfekt. Zwei Minuten später buchte auch ihr Freund mit der Weltklasse-Leistung von 8,49 Metern das Ticket für die Weltmeisterschaften in Berlin (15. bis 23. August).

Vor 14 500 begeisterten Zuschauern im sonnenüberfluteten Donaustadion krönte das Duo vom Bremer LT damit schon am ersten Tag ein wahres Festival der Spitzenleistungen. Einen Titel-Hattrick landete nach Nytra auch die große WM-Hoffnung Ariane Friedrich: Die Hochspringerin aus Frankfurt war bei ihrem Sieg in 2,01 Meter praktisch konkurrenzlos und blieb vielleicht auch deshalb fünf Zentimeter unter ihrem drei Wochen alten deutschen Rekord.

Schnell
Tobias Unger sprintet beim100 Meter Lauf ins Ziel.
© dpa

Einen wahren Krimi lieferten die Stabhochspringer - im Wettkampf und auch danach: Trotz Platz vier kann nun selbst der 36 Jahre alte Tim Lobinger (München) noch auf seinen achten WM-Start hoffen. Seinen ersten Meistertitel holte sich der elf Jahre jüngere Alexander Straub (LG Filstal), der den Leverkusener Tobias Scherbarth erst im vierten Durchgang des Stechens bezwang. Höhengleicher Dritter wurde Björn Otto (Uerdingen/Dormagen). Die Top-Vier überquerten 5,70 Meter.

Die Entscheidung über die drei Stabartisten, die den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Berlin vertreten, ist trotz klarer Verhältnisse in Ulm noch offen. "Die Situation ist sehr unübersichtlich. Es ist wirklich schwer, jetzt schon eine Entscheidung zu treffen. Wir lassen das vielleicht sogar bis zum Nominierungsschluss am 2. August offen", sagte DLV-Bundestrainer Herbert Czingon. Insgesamt haben fünf DLV-Springer die WM-Norm (5,70) in der Tasche - zwei müssen in den sauren Apfel beißen. "Möglicherweise kommt es jetzt zu einem weiteren Ausspringen", kündigte Czingon an. "Doch das machen wir sehr ungern."

Gerissen
Stabhochspringer Lobinger sitzt mit der zuvor gerissenen Latte auf der Matte.
© dpa
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