Gesperrte Pechstein sieht sich als Präzedenzfall

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"Ich bin natürlich stinksauer auf die ISU. Ich werde von der ISU als Präzedenzfall dargestellt. Ich fühle mich total verarscht, denn ich wurde mehr kontrolliert als andere und nie gab es eine positive Probe", sagte die 37 Jahre alte Berlinerin in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Heute ärgere sie sich sehr, dass sie sich "auf den 'Kuhhandel' mit der ISU eingelassen" habe. Die Vertreter der ISU hätten die deutsche Mannschaft erpresst mit den Worten: "Es gibt nach den auffälligen Blutwerten nur zwei Möglichkeiten: Entweder meldet ihr Claudia wegen Krankheit ab oder wir sprechen eine Schutzsperre aus", schilderte Pechstein die Situation am 7. Februar dieses Jahres, als die fünfmalige Olympiasiegerin nach dem ersten Tag der Mehrkampf-WM in Hamar erstmals Informationen über ihre abnormen Retikulozyten-Werte erhalten hatte.
Harm Kuipers, Mitglied der Medizinischen ISU-Kommission, bestritt dies. "Ich habe Teamleiter Helge Jasch persönlich das Ergebnis der Nachuntersuchung mitgeteilt. Einen Deal mit ihm kann ich ausschließen", sagte er und machte damit die Wahrheitsfindung noch spannender.
"In dieser Nacht habe ich dieses Wort überhaupt das erste Mal gehört. Später hat sich die Situation dann mehr und mehr verschärft, es ging plötzlich nicht mehr um eine Schutzsperre, sondern eine Doping-Sperre. Hätten wir damals gewusst, was auf uns zukommt, wären wir wahrscheinlich sofort an die Öffentlichkeit gegangen", sagte Pechstein, die im Februar 2010 in Vancouver ihre sechsten Olympischen Winterspiele ansteuern wollte.
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