Serena Williams holt dritten Wimbledon-Titel
Doch im 21. Vergleich mit der kleinen Schwester, die mit dem elften Sieg zugleich ihren elften Grand-Slam-Titel holte, ging diesmal nicht alles nach Plan. Den ersten Satz musste sie in 52 Minuten im Tiebreak abgeben. Es war der erste im gesamten Turnier, der eine Minute länger dauerte als ihr Halbfinalsieg gegen Dinara Safina. Beim 1:6, 0:6 hatte sie die Weltranglisten-Erste aus Russland dermaßen an die Wand gespielt, dass niemand Zweifel daran hegte, die alte und neue Wimbledonsiegerin gesehen zu haben.
Doch mit ihrem kraftvollen Spiel machte ihr Serena einen Strich durch die Rechnung. "Ich will diesen Sieg unbedingt. Auch wenn ich dafür meine Schwester schlagen muss", hatte Serena angekündigt. Und sie hielt Wort. Vater Richard Williams hatte nichts anderes erwartet, bevor er einer Tradition folgend vor dem Finale die Heimreise angetreten hatte. "Serena ist auf dem Platz wie ein Kettenhund - härter als jede andere", sagte der knorrige Tennis-Vater. Und Mentor Nick Bollettieri ergänzte: "Sie hat mir gesagt: Ich will nichts mehr, als dieses Turnier zu gewinnen."
Auch im Doppel war Serena Williams nicht zu schlagen. Sie gewann an der Seite ihrer Schwester Venus gegen die Australierinnen Samantha Stosur und Rene Stubbs mit 7:6 (7:4), 6:4.

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