13.11.2009
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Eisschnellläuferin Beckert überrascht mit Sieg

Heerenveen (dpa) - Erst schaute sie ungläubig in Richtung Anzeigetafel, dann brach auf der Ehrenrunde doch noch verhaltener Jubel aus ihr raus: Stephanie Beckert hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen über 3000 Meter mit ihrem ersten Weltcupsieg für eine Riesen-Überraschung gesorgt.

Nervenstark
Jenny Wolf sicherte sich in Heerenveen ihren 42. Weltcupsieg.
© dpa

In der Saison-Bestzeit von 4:05,23 Minuten bezwang die neue deutsche Olympia-Hoffnung Martina Sablikova aus Tschechien und verwies ihre Trainingsgefährtin Daniela Anschütz-Thoms auf den dritten Rang. Dadurch ging der 42. Weltcup-Sieg von Sprinterin Jenny Wolf fast unter.

Trainer Stephan Gneupel konnte es kaum fassen und klopfte seinem Schützling immer wieder auf die Schulter, während Stephanie Beckert immer nur ungläubig den Kopf schüttelte. "Ich kann das kaum begreifen", meinte die 21-Jährige. Bis zur letzten Runde hatte noch Anschütz-Thoms im direkten Duell der Erfurterinnen das Tempo bestimmt, doch auf der Schlussrunde wendete Beckert das Blatt und verhinderte so den ersten Einzelsieg der Team-Olympiasiegerin. "Beide haben den gesamten Sommer durchgeackert wie die Schweine. Unglaublich, dass sich das so schnell auszahlt", meinte Gneupel im Überschwang der Gefühle.

Jenny Wolf jubelte hingegen nur verhalten über ihren 42. Weltcupsieg. In 37,92 Sekunden schlug die Weltrekordlerin aus Berlin ihre Erzrivalin Wang Beixing aus China (38,19) im direkten Duell und übernahm mit ihrem zweiten Saisonerfolg und 280 Punkten auch die Führung im Gesamt-Weltcup über 500 Meter vor Wang (260). Doch haderte sie auch mit zwei schweren Fehlern, die sie zwar nicht den Sieg, wohl aber den Bahnrekord (37,60) kosteten. "Ich bin glücklich über den Erfolg, aber natürlich nicht mit dem Lauf. Aber der Sieg zählt, es gibt ja hier keine Kunstlauf-Noten", meinte die Siegerin schmunzelnd. Auf der Gegengeraden hatte sie einen Strauchler, in der Zielkurve rutschte sie leicht weg. "Gut zu wissen, dass ich auch trotz solcher Fehler gewinnen kann. Das gibt Mut und Selbstvertrauen", meinte sie.

In Bahnrekordzeit von 1:44,48 Minuten hat 1000-Meter-Olympiasieger Shani Davis das 1500-Meter-Rennen gewonnen. Bei seinem dritten Saisonsieg verbesserte der UA-Amerikaner die alte Bestmarke des Niederländers Erben Wennemars vom 10. Februar 2007 gleich um 0,71 Sekunden. Es war der insgesamt 24. Weltcupsieg von Davis, der den zweitplatzierten Havard Bökko (Norwegen) gleich um mehr als eine Sekunde hinter sich ließ.

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