25.07.2009
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Sinkewitz mit Husarenritt in Sachsen zum Sieg

Meerane (dpa) - Patrik Sinkewitz hat nach abgelaufener einjähriger Dopingsperre sein Comeback in Gelb gefeiert. Der 28-Jährige gewann die Königsetappe der 25. Internationalen Sachsen-Tour in überragender Manier.

Jubel
Patrik Sinkewitz jubelt über seinen Tagessieg bei der Sachsen-Tour.
© dpa

Als Solist nach rund 150 Kilometern Alleinfahrt durch das Erzgebirge rollte der Fuldaer aus dem tschechischen Team PSK Wirlpool nach 4:26:22 Stunden mit ausgebreiteten Armen über den Zielstrich. "Ich freue mich, dass ich gewonnen habe", sagte er, nachdem er sich das Gelbe Trikot des Führenden übergestreift hatte.

Die Verfolgergruppe um Marcus Burghardt kam 2:50 Minuten später ins Ziel in Meerane und fuhr demonstrativ in einer Reihe und applaudierend über die Linie. Maarten Tjallingii (Niederlande/Rabobank) wurde Zweiter vor Milram-Profi Thomas Fothen (Neuss). "Ich wollte diese Rundfahrt gewinnen. Ich bin sehr enttäuscht", gab Tour-Favorit Burghardt zerknirscht zu Protokoll: "Mein Team hat keinen großen Fehler gemacht. Ich muss mich für die Leistung meiner Kollegen bedanken. Ich werde weiter kämpfen." Zu Sinkewitz wollte Burghardt sich nicht äußern.

Sauer war sein Sportlicher Leiter Jan Schaffrath, dass das Team des bisherigen Spitzenreiters Sebastian Langeveld (Niederlande) auf den 176 Kilometern von Aue nach Meerane keine Führungsarbeit geleistet hatte. "Rabobank hat das Gelbe Trikot und fährt hier kein Radrennen. Was sollen wir machen? Wenn wir nicht fahren, fährt keiner", schimpfte der ehemalige Profi. Burghardt ist in der Gesamtwertung mit fast drei Minuten Rückstand Zweiter. Die vierte Etappe führt an diesem Samstag über 182 Kilometer von Chemnitz nach Sebnitz.

Sinkewitz hatte zwischenzeitlich elf Minuten Vorsprung. Bereits wenige Kilometer nach dem Start hatte er die Flucht initiiert. Während seine Begleiter vom Feld gestellt wurden, gewann er alle Bergwertungen und rettete sich ins Ziel. "Ich habe mir meine Kräfte gut eingeteilt. Ich bin erst die letzten 30 Kilometer am Anschlag gefahren", erklärte Sinkewitz: "Mein Team wird mich unterstützen, das Trikot bis Dresden zu verteidigen." Am Sonntag endet dort die Tour.

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