Gefahr und Begierde
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Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig erhielt das opulente Drama "Gefahr und Begierde" (2007) den Goldenen Löwen, und auch Kameramann Rodrigo Prieto wurde ausgezeichnet. Doch nicht nur der taiwanesisch-amerikanische Regisseur, der sich demnächst mit einer schwulen Liebesgeschichte in Woodstock beschäftigt, bewies in diesem melancholischen Spionagethriller erneut seine Vielseitigkeit: Schauspieler Tony Leung durfte einmal zeigen, dass er nicht nur charmant sein kann. Im Kino ließen sich lediglich 100.000 Zuschauer verführen, die DVD gibt jetzt Gelegenheit, das Verpasste nachzuholen.

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Die Geschichte beginnt in Hongkong, Ende der 30er-Jahre, und verlagert sich zu Beginn der 40-er nach Shanghai: Große Teile Chinas leiden unter der japanischen Okkupation. Wang Jiazhi (hinreißend verkörpert von Leinwand-Entdeckung Tang Wei), deren Vater sich nach England absetzte, sucht Zuflucht in einer patriotischen Theatergruppe.
Ihr Anführer Kuang Yu Min (Wang Leehom) stellt schnell fest, dass die junge Schauspielerin in der Lage ist, alle in ihren Bann zu schlagen. Wang wird für eine höhere Aufgabe auserkoren: Sie soll Herrn Yi (Tony Leung, "Hero", "In the Mood for Love") verführen und in eine tödliche Falle locken. Denn er kollaboriert mit den japanischen Besatzern. Doch zwischen der jungen Spionin und ihrem Opfer entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre von zerstörerischer Kraft.
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