Das größte Spiel der Welt
Und außerdem: Es treten Deutschland und Brasilien gegeneinander an! Das darf man doch nicht verpassen! Was also tun? Die herzliche Komödie "Das größte Spiel der Welt" (2006) zeigt nun auf DVD, welchen Ehrgeiz Fans entwickeln können, um das Spiel der Spiele dennoch im Fernsehen mitzuverfolgen - auch wenn sie aus den abgelegensten Orten der Mongolei, aus der Sahara und aus dem Amazonasgebiet kommen.
Eigentlich reiste Regisseur Gerardo Olivares 2002 in die Mongolei, um sich auf die Suche nach geeigneten Drehorten für eine Dokumentation zu machen. Er ist Naturfilmer. Dass mit "Das größte Spiel der Welt" schließlich eine Komödie über Fußball entstand, ist reiner Zufall: Im Altai Gebirge begegnete Olivares Wandernomaden, die auf den Rücken ihrer Pferde einen alten Fernseher geschnallt hatten. Ein ulkiges Bild, mitten in der Steppe.

© Zorro Film
Die waren auf dem Weg zum "eisernen Baum" - ein Gebilde, bestehend aus ein paar Eisenresten, die einst eine Gruppe Soldaten zurückgelassen hatte und die wie eine Antenne funktionieren. Sie brauchten Empfang: An jenem Tag wurde das WM-Finale in Yokohama angepfiffen.
Olivares war beeindruckt von der Leidenschaft, die sowohl die mongolischen Nomaden als auch eine Karawane der Tuareg in der Sahara und eine Gruppe Indianer aus dem Amazonas dem Kicken entgegenbrachten. Sie kannten sogar die Rückennummer von Ronaldinho, auch wenn sie fernab jeglicher Zivilisation leben. Es ist die Sieben.
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