Anderland

© Zorro Film
Ganz offensichtlich ist der Arbeitsplatz mit dem Computer, an dem er stupide Aufgaben erledigt, seiner. Der Chef: Ein Traum! Die Kollegen: Herzallerliebst! Es gibt sogar Kekse. Vielleicht ein bisschen steril das alles, aber so ist das eben in großen Firmen in wirtschaftlichen Ballungsräumen. Regisseur Jens Lien lädt nach "Anderland" (2006) ein und zeigt auf DVD, warum das norwegische Städtchen ein wenig gemütlicher Ort ist.
Aber wer will meckern, schließlich lernt unser blasser Held schon bald eine Frau (Petronella Barker) kennen. Anne-Britt ist wie der vorwiegende Teil des weiblichen Geschlechts, sie interessiert sich ausschließlich für Interieur.

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Ganz ehrlich, der Sex könnte besser sein. Andreas merkt, dass er in einer Welt der hohlen Nettigkeiten lebt. Er hat alles, was man braucht in dieser Stadt der egalisierten Farben. Nur Emotionen lassen sich in diesem trüben Graublau nicht finden.
Richtig sauer wird der hochgewachsene junge Mann allerdings, als er feststellt, dass im Alkohol kein Alkohol ist. Diese Art der Flucht ist also nicht drin. Bleibt der Seitensprung. Als auch der keine Erfüllung bringt, beginnt der eigentlich sympathische Mann zusammen mit einem "Verrückten" zu graben. Er glaubt, es gibt ein Leben irgendwo anders, ein Leben mit Gerüchen, Gefühlen und einem ordentlichen Kater nach einer durchzechten Nacht.
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