Ausstellung über Newtons Kultbuch "Sumo"

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Das Werk kam 1999 in einer Auflage von 10 000 Exemplaren heraus und war schnell vergriffen. Eine Ausstellung im Berliner Museum für Fotografie/Helmut Newton Stiftung zeigt vom 4. Mai bis zum 31. Januar 2010 fast 400 Bilder aus dem 70 mal 50 Zentimeter großen Buch, das für Sammler mittlerweile ein begehrtes Kultobjekt ist.
Viele der damals erschienenen Fotos zählen heute zu den bekanntesten Arbeiten Newtons. Neben den Studioaufnahmen nackter Models sorgten vor allem die Darstellungen von Stars für Aufsehen, wie etwa das Bild von Liz Taylor, die Newton mit einem grünen Papagei im Swimmingpool ablichtete, die französische Schauspielerin Isabelle Huppert im Morgenmantel oder David Bowie am Strand von Monte Carlo.
"Helmut wäre von dieser Ausstellung begeistert", sagte seine Witwe June Newton. Die Bilder werden in der Ausstellung im schwarzen Rahmen und in Größe und Reihenfolge gezeigt, wie sie im Buch erschienen. Mit der Berliner Ausstellung kommt "Sumo" im kleineren Format als Reprint auf den Markt.
Sehr früh hatte Newton als Modefotograf nackte Frauenkörper gezeigt und mit den herrschenden Konventionen für das Genre gebrochen. Er habe stets die Grenzen des "guten Geschmacks" ausgelotet, sagte der Kurator Matthias Harder. Der Kölner Verleger Benedikt Taschen hatte Newton (1920-2004) zu dem Buchprojekt überzeugt. Später signierte der Fotograf jedes der 10 000 Exemplare, die damit zusätzlich an Wert gewannen. Im April 2000 wurde in Berlin ein "Sumo"-Band für 620 000 Mark (rund 317 000 Euro) versteigert.
Die Ausstellung zeigt auch Werke von Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis, die ihre Karriere als Assistenten von Newton begannen und heute zu den begehrtesten Modefotografen gehören. Der 1920 in Berlin als Helmut Neustädter geborene Newton gilt als einer der wichtigsten Fotokünstler des 20. Jahrhunderts. Er überließ seinen Nachlass der Stadt Berlin, die für ihn das Museum für Fotografie einrichtete.

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