Weltweite Trauer um Pina Bausch
Als Direktorin des neugegründeten Tanztheaters Wuppertal schuf sie seit den 1970er Jahren rund 40 Werke und wurde mit internationalen Auszeichnungen und Preisen überhäuft. Mit ihren radikalen Choreographien verstörte Bausch seit den 1970er Jahren ihr Publikum.
Auch die Leitung des Internationalen Tschechow-Theaterfestivals in Moskau bedauerte ihren Tod. Pina Bausch sollte am 13. Juli eine große Pressekonferenz in der russischen Hauptstadt geben, anschließend stehen bei dem Festival vier Gastspiele des Stücks "Die sieben Todsünden" ihrer Compagnie auf dem Programm.
Pina Bausch wird zudem posthum für ihr Lebenswerk mit dem angesehenen Theaterpreis "Faust" des Deutschen Bühnenvereins geehrt. Die Jury hatte bereits vor Wochen die Entscheidung getroffen, sie aber noch nicht bekanntgegeben. Die Preisvergabe am 28. November im Staatstheater Mainz werde nun nachträglich "eine Hommage an ihre wunderbare künstlerische Arbeit werden", teilte der Dachverband der deutschen Theater am Mittwoch in Köln mit. Der Bühnenverein habe vom Tod der Künstlerin erfahren, als er sie über die Auszeichnung informieren wollte.
Mit dem Tod der 68-jährigen Schöpferin des modernen Tanztheaters "haben wir eine große Künstlerin verloren, eine unserer Größten", sagte der Präsident des Bühnenvereins, Klaus Zehelein. Ihre Choreographien hätten bei aller Ernsthaftigkeit der Themen "stets eine große Leichtigkeit und Lebensbejahung" ausgestrahlt.
Der Schweizer Choreograph Heinz Spoerli würdigte Pina Bausch als große Choreographin. Ihr Tod sei ein unersetzbarer Verlust des Deutschen Tanzes, hieß es in einer Stellungnahme vom Donnerstag. "Sie war eine große Inspiration für Choreographen der heutigen Zeit, eine Koryphäe des Tanztheaters. Es tut weh einen solchen wichtigen Menschen zu verabschieden der richtungweisend war für den Tanz."
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