Weltweite Trauer um Pina Bausch
Die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen haben sich am Mittwoch rückhaltlos für einen Erhalt des weltweit gefeierten Tanztheaters ausgesprochen. Er sei bereits seit einiger Zeit mit Bausch über eine mögliche Nachfolgeregelung und auch über Fragen der späteren Aufführungsrechte im Gespräch gewesen, sagte NRW- Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch die Künstlerin habe dieses Problem erkannt, "aber nicht beantwortet". Ebenfalls sei die Einrichtung eines Bausch- Archivs mit ihr angesprochen worden.
Für angebracht halte er zunächst eine Weiterführung des Tanztheaters in der jetzigen Form, meinte der Kulturpolitiker. Zum künstlerischen Verlust meinte der Staatssekretär: "Bausch ist mit ihrem Tanz gelungen, was nur ganz großer Kunst gelingt: Ihre Zuschauer als Veränderte zu entlassen."
Auch eine Sprecherin der Stadt betonte, eine Auflösung des Wuppertaler Ensembles "steht überhaupt nicht zur Debatte". Die Stadt sei zu 98 Prozent Gesellschafter der Tanztheater GmbH und gebe jährlich 2,2 Millionen Euro. Neben einem Kondolenzbuch wolle die Stadt unter der Internet-Adresse www.wuppertal.de auch eine elektronische Kondolenzmöglichkeit schaffen - "für die Bausch-Freunde in aller Welt."
Das Wuppertaler Ensemble war von der Todesnachricht auf einer internationalen Tournee in Breslau überrascht worden, habe aber den geplanten Tanzabend "erschüttert und traurig" im Andenken an Pina Bausch aufgeführt, sagte die Sprecherin des Tanztheaters. Über die weitere Zukunft der Compagnie, die noch in Spoleto und Moskau auftreten will, werde erst frühestens Mitte Juli nach Tournee-Ende beraten. Auch die Bestattung von Pina Bausch müsse erst mit der Familie besprochen werden.
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