Weltweite Trauer um Pina Bausch

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Unter ihrer Leitung wurde das Wuppertaler Tanztheater, wo sie seit 1973 als Chef-Choreographin wirkte, weltberühmt. Pina Bausch galt mit ihrem Ensemble seit langem international als eine der wichtigsten Vertreterinnen der neuen deutschen Tanzkunst.
Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, der mit Bausch gut befreundet war, würdigte sie als Erscheinung die ihn stets inspiriert habe. Er pflegte nach eigenen Worten "von der ersten Umarmung an eine sehr enge Beziehung" zu der Künstlerin. Sie hatte an seinem 2002 oscarprämierten Film "Habla con ella" (Sprich mit ihr) mitgewirkt. "Sie war eine ewige Quelle der Freude", schrieb Almodóvar in einem Nachruf. "Unsere Freundschaft war heftig und auf ewig."
Erschüttert über den Tod von Bausch zeigte sich auch der österreichische Choreograph und Theaterregisseur Johann Kresnik im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. "Was Pina Bausch gemacht hat, ist eine der größten künstlerischen Leistungen nach dem Krieg gewesen", sagte er.
Bundespräsident Horst Köhler schrieb an Rolf Salomon, den Sohn Bauschs, Deutschland habe eine Tänzerin und Choreographin von Weltrang verloren und nicht zuletzt eine herausragende Repräsentantin der Kulturnation. "Sie war Vorbild und Ikone, grandiose Erfinderin und visionäre Erneuerin", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). "Pina Bausch hat mit ihren Choreographien Bomben gesetzt", sagte der Intendant des Hamburg Balletts, John Neumeier, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.
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