Bayreuther Festspiele von Streik bedroht

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Die zahlreichen Ehrengäste mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Spitze würden dann vor einer leeren, dunklen Bühne sitzen.
"Die Vorbereitungen für den Arbeitskampf laufen, das ist kein Schattenboxen", erklärt die Bayreuther ver.di-Vertreterin Barbara Schneider. Seit dem Rücktritt von Festspielleiter Wolfgang Wagner sind die Festspiele kein Privatunternehmen mehr, das weiß auch der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Toni Schmid. Mit dem Wechsel an der Spitze sind Wagners Geschäftsanteile zu drei Vierteln an Bund, Land und Stadt Bayreuth übergegangen.
Eigentlich waren sich beide Seiten einig, dass die Übernahme des Tarifvertrags der Länder bis zum Beginn der Festspiele am 25. Juli unter Dach und Fach sein sollte, mit den für einen Saisonbetrieb notwendigen Modifikationen. Über Themen wie Geld und Arbeitsbedingungen wurde zu Wolfgang Wagners Zeiten am "Grünen Hügel" nicht geredet. Die Gagen im Festspielhaus lagen und liegen weit unter dem üblichen Niveau. Es galt das Prinzip der Freiwilligkeit.
Über Details der Umsetzung des Tarifvertrags ist bislang nicht geredet worden. Stattdessen erklärte die Gewerkschaft die Gespräche für gescheitert, weil die Festspiele den Vorsitzenden des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, als Berater zu den Verhandlungen hinzuzogen. Ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Paul sieht darin eine Provokation. Schließlich lasse Bolwin bei Verhandlungen über das künstlerische Personal seinerseits ver.di nicht mit an den Tisch.
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