03.07.2009
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Friedenspreis an Schmid und Tukur

München (dpa) - Der Regisseur Hans-Christian Schmid ist beim Filmfest München für seinen Film "Sturm" über Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien mit dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet worden.

Hans-Christian Schmid
Friedenspreis des Deutschen Films für Hans-Christian Schmid.
© dpa

Der mit 10 000 Euro dotierte Bernhard Wicki Filmpreis "Die Brücke" wurde ihm am Donnerstagabend im Münchner Cuvilliés-Theater verliehen. "Man ist nach dem Film ergriffen, empört und schreit nach Gerechtigkeit", sagte Oscarpreisträger und "Blechtrommel"-Regisseur Volker Schlöndorff in seiner Laudatio.

"Wie Schmid mit Details arbeitet, unprätentiös, wie nebenbei, wie sich das Mosaik dieser Geschichte allmählich zusammensetzt, ist großes filmhandwerkliches Können", begründete die Jury. An der Preisverleihung nahmen auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) als Schirmherr und seine Frau Karin teil.

Der Schauspielerpreis, der in diesem Jahr erstmals verliehen wurde, ging an Ulrich Tukur für seine Rolle des "John Rabe" in dem gleichnamigen und mehrfach preisgekrönten Kriegsdrama von Florian Gallenberger. Tukur spielt darin den Chef des Siemens-Werkes im chinesischen Nanking, der 1937 Zehntausende Menschen vor japanischen Angriffen rettete. "Das hat der Uli Tukur grandios gespielt", sagte Oscarpreisträger Maximilian Schell in seiner Laudatio. "Er zieht alle Register seiner Schauspielkunst. Die Fallhöhe und die Wahrhaftigkeit dieses Ausnahmeschauspielers sind atemberaubend", hieß es in der Begründung der Jury.

Fast hätte Tukur, der den Abend mit seiner Band "Rhythmus Boys" an Klavier und Akkordeon auch musikalisch bereicherte, den Preis aber gar nicht entgegen nehmen können. Ein Mitarbeiter der Staatskanzlei, der den Eingang des Cuvilliés-Theaters bewachte, habe ihn nicht hineinlassen wollen, weil er keine Eintrittskarte hatte. Als er dem Mann erklären wollte, er sei Preisträger, habe der nur entgegnet: "Das kann ja jeder sagen."

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