22.07.2008
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Elsass-Verein fordert Förderung von Regionalsprachen

Nachdem Frankreich in seiner neuen Verfassung erstmals die Existenz der Regionalsprachen anerkannt hat, fordert die elsässische Vereinigung "Kultur und Zweisprachigkeit" nun konkrete Maßnahmen.

Elsass
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© AFP
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Im kommenden Jahr solle dazu ein Gesetz ausgearbeitet werden, das den Regionalsprachen einen "wirklichen Platz" im öffentlichen Leben einräumt, verlangte der Präsident der Vereinigung, François Schaffner. Als Beispiele nannte er Schulen und Hochschulen, Medien, Wirtschaft und Beruf. Im Elsass sowie in Ostlothringen werden sowohl die Mundarten als auch das Hochdeutsche "als schriftliche Ausdrucksform" als Regionalsprachen definiert.

Die am Vortag verabschiedete Reform der französischen Verfassung erklärt erstmals, dass die Regionalsprachen "Teil des kulturellen Erbes Frankreichs" sind. In Frankreich gibt es einem Bericht der Pariser Nationalversammlung zufolge rund 75 Regionalsprachen. Darunter sind unter anderen Baskisch, Bretonisch, Katalanisch, Korsisch, Okzitanisch oder auch Flämisch.

© AFP

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