Spuren der ersten Himalaya-Bewohner entdeckt
Wie die Universität Innsbruck am Mittwoch mitteilte, konnte im Rahmen einer umfassenden Studie mit Hilfe von Sedimentanalysen, Pollenbestimmungen sowie Radiokarbon- und Lumineszenzdatierungen gezeigt werden, dass die Hochtäler des östlichen Himalaya bereits in der Jungsteinzeit vor 6700 Jahren von Menschen erkundet und wenig später auch besiedelt wurden. Etwa im selben Zeitraum lebte der "Ötzi" in den europäischen Alpen.
"Wann und warum Menschen diese spektakuläre, aber schwer zugängliche Gletscherlandschaft besiedelten, lag bisher im Dunklen", erklärte der Geologe Michael Meyer. Das Königreich Bhutan ist bekannt für seine Hochtäler. Noch heute gibt es in der Region Dörfer in 4300 Metern Höhe. Die Ergebnisse der Forscher legen nun nahe, dass die Vorfahren dieser Hochtalbewohner tibetische Nomaden waren, die mit ihren Yaks einst die Pässe Richtung Süden überquerten. "Unsere Daten zeigen erstmals, dass es eine enge Verbindung zwischen den Migrationsrouten der Nomaden und der Ausdehnung der Gletscher gibt", erläuterte Meyer weiter.
Die Feldstudien für das Projekt wurden den Angaben zufolge bereits in den Jahren 1999 bis 2002 unternommen. Jetzt haben die Forscher ihre Analysen im Fachjournal "Quaternary Science Reviews" (Bd. 28, S. 1217) veröffentlicht.
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