04.07.2009
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Himmelsscheibe vor zehn Jahren bei Nebra gefunden

Der bietet die Stücke illegal für eine halbe Million Euro dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle und dem Berliner Museum für Ur- und Frühgeschichte an. Die Einrichtungen lehnen das Geschäft ab.

"Zwei Herren kamen zu mir und zeigten Fotos von dem Schatz. Ich sah sofort, dass es ein außergewöhnlicher Fund war und hatte keine Zweifel an der Echtheit", erinnert sich der damalige Leiter des Berliner Museums, Wilfried Menghin.

"Wir hätten den Fund auch gekauft, aber dann erfuhr ich, dass er nach Sachsen-Anhalt gehört." Schließlich verkauft der Hehler den Schatz 2000 an einen Lehrer und Hobby-Archäologen aus Nordrhein-Westfalen für 115 000 Euro.

Weil der grünlich schimmernde Diskus laut Gesetz Sachsen-Anhalt gehört, ist Landesarchäologe Harald Meller ihm seit dem Frühsommer 2001 auf der Spur. Bei einer fingierten Verkaufsaktion in einem Hotel in Basel (Schweiz) gelingt es Meller und der Polizei am 23. Februar 2002 schließlich, dem Hobby-Archäologen und einer Komplizin die Scheibe zu entreißen. Das Duo hatte sie für 700 000 Euro angeboten. Später wurden vier Ausgräber und Hehler zu Bewährungsstrafen verurteilt.

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"Die Himmelsscheibe zeigt, dass Sachsen-Anhalt eine reiche prähistorische Vergangenheit hat", sagt Meller. "Die Scheibe ist aber auch eine Erfolgsgeschichte für den Kulturtourismus und die Identität des Landes."

Seit Mai 2008 ist die Scheibe in der Dauerausstellung des Landesmuseums in Halle zu sehen. Seitdem kamen 150 000 Menschen. Zudem gibt es seit 2007 in der Nähe des Fundortes der Scheibe bei Wangen ein Besucherzentrum, die "Arche Nebra".

Für den Archäo-Astronomen der Ruhruniversität Bochum, Wolfhard Schlosser, beweist die Himmelsscheibe, dass sich die Menschen in Nordeuropa schon in der Bronzezeit für astronomische Vorgänge interessierten. "Die Himmelsscheibe ist das Gütesiegel für die Archäo-Astronomie", sagt der Fachmann.

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wschlotterbeck - 11.07.2009, 17:54

Die Himmelsscheibe ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Sie zeigt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene, die wir kennen. Elemente des Tag- und Nachthimmels verm... gesamten Beitrag lesen

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