Hunde, Rentiere und Ratten mit Weltstars vor Kamera

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Der jüngste Nachwuchs der Filmtierschule Harsch in Brandenburg - nach eigenen Angaben die größte ihrer Art bundesweit - hat schon erste Drehangebote und wird bis zur ersten Klappe im Sommer "behutsam" an die Filmerei herangeführt, wie Tiertrainerin Astrid Harsch sagt. Ob Wildschwein, Tiger, Hahn, Katze oder wilde Ratte - Filmtiertrainer können fast alle Arten für Kino-, Fernseh- oder Werbeaufnahmen fit machen.
"Leider gibt es in der Branche aber viele Scharlatane", beklagt Tatjana Zimek, die in Minfeld im Kreis Germersheim eine Filmtierschule betreibt. So gebe es Agenturen, die "die Oma im Park ansprechen und mit ihrem Hund ins Studio zerren". "Dabei ist es unerlässlich, die Tiere intensiv auf Dreharbeiten vorzubereiten, damit sie nicht unnötig Stress ausgesetzt sind", sagt die 40-Jährige. Rund eineinhalb Jahre dauere bei ihr die Ausbildung zum "Filmtier" - dann müssen Produktionen zwischen 600 und 5000 Euro pro Drehtag zahlen. "Exoten wie Rentiere sind natürlich besonders teuer."
Das Wichtigste ist laut Zimek, dass die Tiere artgerecht am Set untergebracht werden und alle nötigen Pausen bekommen. Um das zu kontrollieren, fordert der Deutsche Tierschutzbund unabhängige Tierärzte am Drehort, aber auch bei der Ausbildung der Tiere. "Grundsätzlich ist gegen Dreharbeiten mit Tieren nichts einzuwenden, wenn diese spielerisch gestaltet werden und die Tiere keine Schmerzen erleiden", betont Sprecher Steffen Beuys. Der Tierschutzbund führe zwar keine Statistiken, vermute aber, dass es viele Fälle gibt, bei denen Tiere am Set beispielsweise geschlagen werden.
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