Spurensuche in Jahrtausende altem Mammut-Dung

© dpa, Senckenberg Forschungsinstitute
Das berichten Jacquelyn Gill von der Universität von Wisconsin in Madison und ihre Kollegen im US- Fachjournal "Science" (Bd. 326, S. 1100). Viele Forscher hatten angenommen, dass der Clan der Clovis-Menschen die Großtiere nach der letzten Eiszeit ausgerottet hat oder ein Meteorit diese sogenannte Megafauna ausgelöscht haben könnte.
Die Wissenschaftler um Gill hatten in bestimmten Sedimentschichten unter anderem nach Sporen des Pilzes Sporomiella gesucht. Dieser Pilz muss im Laufe seines Entwicklungszyklus durch den Verdauungstrakt von Säugetieren gehen und wächst bevorzugt in den Hinterlassenschaften von Pflanzenfressern. An der Zahl der Sporen in verschiedenen Sedimentschichten können die Forscher ablesen, wie dicht besiedelt mit Pflanzenfressern die untersuchte Gegend zu einem bestimmten Zeitpunkt war. "Vor rund 13 800 Jahren schwindet die Zahl der Sporen schnell", erläutert Gill. "Sie sind kaum noch nachweisbar."

Fünf Urzeit-Krokodile in der Sahara entdeckt
Manche Tiere hatten zum Beispiel Schädel so flach wie Pfannkuchen. mehr
Der Niedergang der Mammuts und anderer Großtiere wie den elefantenähnlichen Mastodonten sei ein gradueller Prozess gewesen, betont Gill. Ein "Blitzkrieg" der Jäger gegen die Mammuts sei nicht mit den Sporendaten vereinbar. Auch ein Meteoriteneinschlag könne als Ursache ebenso ausgeschlossen werden wie der Verlust des Lebensraums. Die beobachteten Veränderungen dieses Lebensraums seien eher eine Folge des Verschwindens der Megafauna gewesen als die Ursache dafür.
Bei der Suche nach dem Grund für das Aussterben der Mammuts tappen die Forscher weiter im Dunkeln. Diese Frage kann die aktuelle Studie nicht beantworten.
ich halte zwar Viren für bei Weitem nicht für alles verantwortlich, aber ich denke du hast Recht: Die Anpassungsfähigkeit der Spezies ansich dürfte weit höher liegen als man annimmt, nur haben sie sich auch neuen Feinden (... gesamten Beitrag lesen
CHADE - 20.11.2009, 17:55mzo sicher auch ein Faktor. Eine veränderte Umwelt bringt doch sicher auch Veränderungen in der Microwelt der Vieren mit sich. Welche Gruppe sich darauf nicht einstellen kann, wird sicher Probleme bekommen sich weiter zu behaupten.
mzo - 20.11.2009, 17:20Chade, klaro. Aber Mangel oder beengter Lebensraum (Insel) (auch wieder Mangelursache) bringt nachweisbar auch schlechteres Wachstum, was bis zur Beseitigiung Jahrtausende später anhält oder aber auch direkt erblich werden kann
Die Waffen der Pflanzenwelt
So setzen sich Rosenkohl und Co. gegen Schädlinge zur Wehr. mehr
Zwei in USA geborene Pandabären finden neue Heimat in China
Inmitten angespannter politischer Beziehungen haben China und die USA die alte Tradition der "Panda-Diplomatie"... mehr

























