Europäischer Satellit soll Wasseraustausch auf Erde messen

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Die Bodenfeuchtigkeit und der Salzgehalt der Meere seien zwei entscheidende Variablen, die sich auf das Wetter und das Klima auswirkten, erklärte die Europäische Raumfahrtagentur ESA. Der Satellit SMOS solle genauere Daten für computergestützte Klimamodelle liefern.
Der Klimawandel sei "eine Tatsache", sagte Forschungsleiter Yann Kerr vom Zentrum für Weltraumstudien der Biosphäre (Cesbio). Wie er sich auf den Wasserkreislauf auswirke, sei aber noch nicht genau erforscht. Dabei trage die Verfügbarkeit von Wasser mehr zum Klimawandel bei als die Temperatur an sich, sagte der Wissenschaftler.
Eine russische Trägerrakete brachte SMOS (Soil Moisture and Ocean Salinity) und einen weiteren Satelliten in der Nacht vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk ins All. Klimaforscher warteten "seit langem" auf den Satelliten, um die Langzeitwirkungen des Klimawandels genauer voraussagen zu können, erklärte der ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Volker Liebig.
SMOS wird unter anderem Karten zur Bodenfeuchtigkeit auf der Erde erstellen. Der Wassergehalt im Boden bis zu einer Tiefe von zwei Metern ist entscheidend, um die Wettervorhersage zu verbessern und die Gefahr von Überschwemmungen, Dürre oder Hitzewellen vorherzusagen, wie die Forscher erklärten.
Der in knapp 760 Kilometern Höhe durchs All kreisende Satellit soll auch den unterschiedlichen Salzgehalt an der Wasseroberfläche in den Ozeanen feststellen. Der Salzgehalt wirkt sich unmittelbar auf den Wasserkreislauf und damit den Wärmeaustausch zwischen den Meeren aus.
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